Hauptprobe

Die Vortests von heute dienen dazu, den für später vorgesehenen Feldtest in groben Zügen zu simulieren. Auch konnten Anregungen aus dem ersten Test im September aufgenommen und integriert werden.

An verschiedenen Stationen im Kanton Zug besammeln sich die Seniorinnen und Senioren, und mit einem kleinen Privatbus gehts bei bestem Wetter nach Horw ins iHomeLab. Die Vortests bestätigen die intuitive Bedienung des Elektromotors und des dazu gehörenden Sensors an den Handgriffen. Getestet wird auch die Bedienerfreundlichkeit der Navigationshilfe. Aufgaben, die in der Laborwelt im Pavillon als Trockenübung noch problemlos zu lösen sind, werden draussen beim konkreten Anwenden mit dem Walker zur Herausforderung. Vor allem ist die Anzeige trotz montiertem Blendschutz in der strahlenden Märzsonne nur schwer abzulesen.

Als nächstes werden zwei weitere Prototypen gebaut, damit für die Feldversuche genügend Geräte zur Verfügung stehen.

 

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 Wie bedienerfreundlich ist die Navigationsunterstützung?

Wie bedienerfreundlich ist die Navigationsunterstützung?

Gesucht: die beste Navigation

Wer sich schon daran gewöhnt hat, schnell sein Smartphone zu zücken, um in der Stadt eine gesuchte Adresse zuverlässig zu finden, kann sich kaum vorstellen, dass Navigation heute noch eine Herausforderung sein soll. Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Im iWalkActive-Projekt ist das gar nicht so kleine Detail die Navigation in Gebäuden, z.B. in einem Spital, in einem grossen Bahnhof oder in einem Wellness-Resort.

Navigieren über mehrere Stockwerke stellt erhöhte Anforderungen. Was draussen die Satelliten sind, sind drinnen Funkstationen, die zuerst noch eingerichtet werden müssen. Als Knacknuss erwies sich die bislang favorisierte Lösung mit WLAN-Knoten. Diese Technik konnte die in sie gesteckten Erwartungen noch nicht erfüllen.

 WLan oder iBeacons? Das ist die Frage hier. Meeting des iWalkActive-Konsortium in Wiener Neustadt.

WLan oder iBeacons? Das ist die Frage hier. Meeting des iWalkActive-Konsortium in Wiener Neustadt.

In Wiener Neustadt entschied sich das Konsortium, parallel dazu noch eine weitere Technik zu prüfen: iBeacons. Das sind kleine batteriebetriebene Sender, die wenig kosten und ganz einfach an die Wand geklebt werden. Eigentlich für Geschäfte gedacht, um damit Passanten auf aktuelle Angebote aufmerksam zu machen, können sie auch für die Navigation in Gebäuden nützlich sein. Zum Zeitpunkt des Projektantrags waren iBeacons noch praktisch unbekannt. Jetzt werden sie in grosser Zahl in den beiden Testumgebungen in Horw und Wiener Neustadt parallel zum WLAN montiert. Beide Verfahren haben ihre Vor- und Nachteile und der Entscheid steht noch aus.